Silicon Valley vs. deutscher Mittelstand: Ein Reality-Check mit Frederik Hermann aus den USA

Shownotes

🔥 Themen dieser Episode

  • Deutschlands unterschätzte Innovationskraft: Helsing, Enpal, DeepL, Kontierungs-Bots & Fraunhofer-Hightech
  • KI-Durchbrüche und Hypewellen: Gemini, GPT & die Frage, was dahinter steckt
  • Warum der US-Mittelstand kaum sichtbar ist – und welche Folgen das hat Silicon Valley Inside:
  • Frederics Karriereweg vom Karlsruhe-Studenten zum Valley-Insider
  • 12-Stunden-Tage („9-9-6“) und warum das dort normal ist
  • Warum dort Jobwechsel alle zwei Jahre kein Problem, sondern ein Qualitätsmerkmal sind
  • Equity statt Sicherheit – und weshalb Mut im Valley anders funktioniert
  • KI als Job-Killer oder Problemlöser? Was in den nächsten 10 Jahren realistisch passiert
  • Der Blick der USA auf Deutschland: überraschend positiv
  • Warum wir in Deutschland aufhören müssen, uns schlechtzureden
  • Was der Mittelstand tun kann, um seine Innovationskraft zu entfesseln

🎙 Gast Frederik Hermann – Marketingchef bei Julify (USA), Experte für Startups, Tech-Ökosysteme und Silicon-Valley-Kultur.

🔗 Erwähnte Beispiele & Impulse

  • Erfolgreiche deutsche Startups: Helsing, Enpal, DeepL, Flix, SumUp
  • Fraunhofer-Institute & autonome Baumaschinen
  • Probleme im US-Gesundheitssystem und wie KI Billing-Prozesse verbessert
  • Waymo – autonome Fahrzeuge im Alltag

💬 Zitat der Folge „Die Fleißigen gewinnen das Rennen – aber Kultur kann man nicht einfach kopieren.“

📣 Community Fragen an Frederik? Linkedin Profil

Hosts: 🎙 Michael Neukirchen – LinkedIn 🎙 Dr. Ingo Markgraf – LinkedIn

Podcast: 🔗 Märchenland Mittelstand auf LinkedIn 🔗 Märchenland Mittelstand auf Bluesky

Hinweis: Märchenland Mittelstand ist ein Corporate Podcast der BIRCO GmbH, Baden-Baden, Datenschutz, Impressum

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo, willkommen zum Märchenland Mittelstand.

00:00:13: Ja, wir sind wieder da kurz vor der weihnachtlichen Zeit und ich freue mich, dass der Ingo auch hier ist.

00:00:20: Hallo Michael, mein Lieber.

00:00:21: Schön, dass wir wieder zusammen sind.

00:00:23: Wir sind gar nicht zusammen, muss man sagen.

00:00:24: Heute erstmals sitzen wir an zwei verschiedenen Rechnern, weil ich habe Besuch bekommen von einem lieben alten Freund dem Coronavirus.

00:00:35: Das ist dein Ernst,

00:00:37: ja?

00:00:38: Der besucht mich gerade und nervt mich zu Tode, aber ich kann es nicht ändern.

00:00:42: Ich bin in freiwilliger Isolation und sitze zu Hause vom Rechner.

00:00:48: Das ist natürlich tragisch, aber nicht so trotz.

00:00:50: Haben wir ja tolle Gesprächsthemen heute, einen richtig tollen Gast und du hast uns jetzt auch was mitgebracht.

00:00:57: Und da bin ich mal gespannt, was trotz des Besuchs in deine Fänge gefallen ist.

00:01:04: Ja, ehrlich gesagt, ich bin... Wenn man so zu Hause rum setzt und nicht so richtig was machen kann, dann kommt man auf die dümmsten Gedanken und hört, guckt viel Nachrichten und so weiter.

00:01:14: Und wenn man über Wirtschaft nachdenkt, wie wir das hier den ganzen Tag tun, dann ist es ja ganz schön schwierig irgendwie an Politik vorbei zu kommen, wenn man sich das anguckt in den letzten Tagen, die USA haut wieder ein nach dem anderen raus und die Rente und der Verbrenner, die Energiepolitik und Zuwanderung, all die Themen.

00:01:30: Gar nicht so einfach die ganzen politischen Themen hier rauszulassen, die Werbe rauslassen wollen, weil wir kein politischer Podcast sind.

00:01:38: Und ich brauchte irgendwie ein bisschen gute Laune.

00:01:39: Ich brauchte irgendwie gute Meldungen und hab mich mal mit dem ganzen Thema Start-up beschäftigt.

00:01:44: Und ich möchte einfach mal ganz, ganz viel Werbung machen.

00:01:47: Achtung, was muss man?

00:01:48: Unbezahlte Werbung.

00:01:50: Für den Start-up-Verband, wenn ihr mal die gute Laune haben wollt, schaut euch mal an, was der Start-up-Verband und der Leitung von Verena Pauser so machen.

00:02:00: Und dann habe ich mich damit beschäftigt, ist alles so schlimm bei uns, ist alles so schlecht bei uns in der deutschen Wirtschaft?

00:02:05: oder reden wir uns das auch schlecht.

00:02:08: Und keine Frage, dass wir eine Menge Themen haben und dass es viel zu tun gibt, strukturelle Probleme, aber eben nicht nur.

00:02:14: Und irgendwie habe ich das Gefühl in den letzten Monaten, es gibt nur schlechte Nachrichten, nur mies Geräte

00:02:19: und so was.

00:02:19: Und dann

00:02:20: habe ich mir mal angeschaut, gibt es eigentlich richtig mega erfolgreiche deutsche Startups.

00:02:25: Und wenn man das mal nachguckt, dann sieht man auf Platz eins, wir haben nur euch schon mal drüber gesprochen.

00:02:30: Irgendwo, wo ich mich freue, dass es ein deutsches Start-up ist, aber wo ich mich thematisch nicht drüber freue, das ist Helsing.

00:02:36: Verteidigungstechnologie, KI-gestützte Verteidigungstechnologie, hunderte von Millionen an Investments eingesammelt, eines der erfolgreichsten, erfolgreichsten Player in der europäischen Verteidigungstechnologie.

00:02:50: Kann ich jetzt drüber streiten, ob das gut oder schlecht ist, aber es ist auf jeden Fall ein deutsches echt mega gutes KI-Unternehmen.

00:02:56: Wenn man weiterguckt, N-Pal, haben wir alle schon mal gehört, Solarenergie-Lösungen, DeepL, Übersetzungstechnik-Regiflicks, SumUp, haben wir alle schon mit bezahlt.

00:03:09: Und das sind so die Großen, aber wenn man sich da mal, ich empfehle sehr mal die Seite, deutscheStartups.de.

00:03:17: Und da gibt es eben auch noch Sachen wie Aconto.

00:03:21: die mit einem Chatbot hunderte von Eingangsrechnungen in den ab von zehn Sekunden kontieren und verbuchen können.

00:03:28: Schaut euch das mal an irgendwie.

00:03:30: Und da gibt es noch eine Menge andere.

00:03:31: Wie geht

00:03:33: Festilize

00:03:34: für Speditionsunternehmen und das Software sich spezialisiert.

00:03:40: Und ich sage mal gerade, was hier noch irgendwie was Cooles.

00:03:43: Und man kann jede... Ah, Darbots.

00:03:46: Darbots.

00:03:46: So ein Green Tech Start-up aus Berlin, um Baumwachstum zu messen.

00:03:52: Das ist für unser Thema Rainmash.

00:03:54: Wer sich dafür interessiert, Rainmash, der ist extrem interessant.

00:03:57: Und es gibt diesen, es gibt das und die sind alle irgendwie so coole Unternehmen.

00:04:01: Und irgendwie, da kriege ich gute Laune, wenn ich irgendwie höre, es gibt diese Szene in Deutschland, es gibt die... Die Möglichkeiten, es gibt auch das Geld, es gibt auch eine Struktur dafür.

00:04:11: Und lass uns auch ein bisschen bei all dem, was wir so zu meckern und zu meckern haben, auch zurecht, muss man sagen.

00:04:16: Viele Strukturen, die nicht funktionieren.

00:04:18: Aber lass uns auch auf die Themen gucken.

00:04:21: Denn das sind schon auch Sachen, die echt Mut machen und die mir gefallen und wo ich sage, da gibt es schon eine Zukunft in Deutschland.

00:04:27: Es gibt eine Szene, die Zukunft gestaltet und das macht irgendwie Spaß, sich darum auch mal zu kümmern.

00:04:32: Genau, und wir hatten ja auch die Woche ein Thema mit Frauenhofer.

00:04:36: Und da putzeln ja auch regelmäßig aus dem universitären Umfeld ganz, ganz großartige Start-ups raus oder so Spin-offs.

00:04:45: Das ist ja Wahnsinn, was die Nischenthemen alle für Technologien entwickeln.

00:04:50: Aber wir sind halt historisch oder auch von der Mentalität nicht so outgoing wie unsere internationalen Freunde.

00:05:00: Und deswegen ziehen auch viele Sachen einfach nicht bekannt.

00:05:03: Die Dümpeln in ihrer Branche umher sind ja vielleicht sehr, sehr erfolgreich, aber die Welt hört dann nicht viel davon.

00:05:10: Leider werden sie dann irgendwann auch oft gekauft, weil dann ab einer gewissen Größe in Deutschland das Kapital ausgeht.

00:05:16: Aber schlussendlich kann man doch immer wieder sehen, dass sehr, sehr großartige Entwicklungen hier im Land entstehen, auch spezielle und auch weltmarktführer Technologien.

00:05:27: Also wird gerne vergessen und übergangen.

00:05:30: Also, das

00:05:30: ist ganz kurz diese Struktur von Fraunhofer-Instituten überall.

00:05:33: Das ist ja unfassbar wertvoll.

00:05:35: Das ist ja unfassbar wertvoll, was da produziert wird.

00:05:39: Was das für einen High-Tech produziert wird.

00:05:42: Und was wir gesehen haben jetzt, wir waren in Karlsruhe auf einem KI-Tag, haben uns das angeguckt, gestern war das hier erst.

00:05:49: Und haben zum Beispiel Baustellenfahrzeuge gesehen, völlig autonom fahrende Lkw, die beladen werden von völlig autonom fahrenden und arbeitenden Bagger.

00:05:58: Der die Belädt genau merkt, wo auf dem Bagger ist noch irgendwie freier Space, wo er das nächste, die nächste Schaufel hinkippen kann, dann fährt er wieder rum, lädt das irgendwo ab, alles völlig autonom.

00:06:08: Was will er auch mal sagen?

00:06:09: Hey, Tesla, stell dich hinten an.

00:06:12: Wirklich, also du kriegst es nicht hin, dass ein Auto gerade die Straße entlang fährt.

00:06:15: In unserem Fraunhofer fahren wirklich komplexe, werden, fahren die Geräte komplexe Situationen ab, erkennen das.

00:06:23: und baggern Erde in so ein Tieflader da rein und fährt weiter, holt die nächste, lädt es ab, alles vollautomatisch, habe mich sehr beeindruckt, war nicht total cool.

00:06:35: Genau und darum geht es, also wir sind halt so in speziellen Sachen... führend und die sind halt nicht so publikumswirksam, bei uns sind publikumswirksam die klassischen Automobilhersteller und die Consumer-Marken und die trauern wir ja oft, weil die ja aktuell jetzt sehr viel Gegenwind bekommen aus dem internationalen Umfeld und diese Spezialtechniken, ja, da ist ja teilweise das Ausland wahrscheinlich noch nicht mal draufgekommen, dass man da was tun kann, was hier schon teilweise an den Universitäten so entwickelt wird.

00:07:05: Also, wir müssen bloß aufpassen, dass diese Technologie nicht immer schnell ins Ausland gehen, dort umgesetzt werden.

00:07:11: Und wir haben immer noch unsere Bürokratie und dürfen nicht und wollen nicht

00:07:15: können.

00:07:16: Ja, also da sehe ich Bürokratieregulierung, ist wahrscheinlich schon irgendwas, was uns das Leben da auch ein bisschen schwer macht.

00:07:22: Aber auch da finde ich bewegt sich ein bisschen was, das ist erkannt.

00:07:25: Und ich will jetzt irgendwie mit guter Laune durch das Thema gehen und sagen, da passiert was und da passieren da gute Dinge.

00:07:34: Hallo liebe Bundesregierung, lasst es zu und helft uns dabei, das zu machen.

00:07:40: Wir als Mittelstand sind ja die, die davon profitieren und diese Technologie nutzen können in der Produktionstechnologie, Maschinendatenerfassung oder was auch immer geht.

00:07:50: Wir sind ja genau die, die von diesen Startups profitieren und wenn wir das in unsere Produktionsverfahren mit einbauen

00:07:56: zum Beispiel.

00:07:57: So, was hast du noch?

00:07:59: Wie gesagt, das Erlebnis mit dem Fraunhofer hätte ich da noch angebracht.

00:08:02: Und im Allgemeinen ist es so, dass mich diese Wellen der Begeisterung auf LinkedIn und Social Media jetzt immer mehr überraschen.

00:08:13: Also, jetzt hat dann Google mit seiner KI Gemini und Nano-Banana, hat jetzt offiziell GPD überholt und die nächste Welle rollt los in die große Begeisterung.

00:08:27: Ich bin mal gespannt, wie lange das jetzt anhält, dass jegliche Steigerung von jeglichem Large-Language-Model etc.

00:08:34: und von anderen Kis so Dynamikwellen auslöst, wo dann die nächste Coach-Welle anrollt und dann irgendwelche YouTube-Videos produziert werden, die zeigen, was das jetzt unbedingt besser kann.

00:08:49: Es schleift sich auch langsam ab.

00:08:51: Also so viel Hypewellen hintereinander, das ist ja fast schon eine Massage.

00:08:56: Aber man muss jetzt auch mal gucken, dass man in so einen Regelbetrieb mit den Sachen kommt und man guckt, was man tatsächlich effektiv oder dauerhaft anwenden kann.

00:09:04: Weil es ist ja gerade im mittelständischen Umfeld oder im Business-Umfeld, man kann ja nicht jede Woche irgendwie sein Setup ändern.

00:09:11: Also das kann man machen, wenn man nichts zu tun hat und der Heim so gerne basteln und sich begeistert.

00:09:17: Aber es ist halt in einem Betrieb, aber wenn er ein bisschen komplexer ist, man kann nicht laufend irgendwie die Tools rein- und rausschmeißen.

00:09:25: Also ich weiß nicht, wie sich das da manche vorstellen, aber es ist dann schon interessant.

00:09:29: Es ist gut, wenn man Modelle anbinden kann, also Autark, das ist schon gut, dass man, sagen wir mal, hinten raus die Modelle auswechselt.

00:09:37: Aber schlussendlich hat das auch alles... Auswirkungen.

00:09:40: Und ich finde eben diese Begeisterungsfällen, die machen auch müde langsam und sagen, jetzt ist es wieder gut.

00:09:46: Also können wir jetzt immer wieder richtiges Geschäft reden und nicht nur über irgendwelche Hypes, die da wieder produziert werden.

00:09:52: Also das sieht man mal.

00:09:54: Diese Szenen im Gegensatz zu diesen Frauenhofer-Themen oder zu diesen Start-ups aus Deutschland, das ist alles so unter dem Radar.

00:10:03: Man hört mal hier und hört mal da, man muss sich auch aktiv informieren.

00:10:06: Und kaum lässt da irgendwie ein Text-Start-up aus den USA, was fallen, ist halt die große Welle unterwegs und jeder redet drüber.

00:10:15: Das finde ich teilweise... Faszinierend.

00:10:17: Das würde ich auch sehr, sehr spannend.

00:10:19: Auf der anderen Seite frage ich mich also, was machen wir denn hier falsch?

00:10:23: Also dieser Kontrasten finde ich im Moment sehr, sehr spannend.

00:10:26: Also spannend finde ich es auch, weil ich natürlich überhaupt nicht mehr verstehe, wo da ganz, ganz vorne dieses Rennen gerade überhaupt um was stattfindet.

00:10:35: Zweite Empfehlung von heute, ganz ungeplant, den Duchelgänger-Podcast mit Philipp Klöckner, der als Tech-Analyst.

00:10:43: Also muss man schon so ein bisschen Tech-Affinität haben, um das zu hören.

00:10:46: Aber der immer beschreibt, wie viele Nvidia-Chips hat jetzt gerade wieder Entropel gekauft und wie viele hat Open-Eye-Kopf, wie viele hat Cloud gekauft, wie viele hat Perplexity gekauft und so weiter.

00:10:58: Und wie viele Millionen... Ach, Millionen, kommst du ja noch einmal mit.

00:11:02: Milliarden, Milliarden, Milliarden sind jetzt gerade wieder in einen Rechenzentrum reingesteckt worden.

00:11:07: Und dann, du sagst es ja, die überholen sich im Wochentakt.

00:11:11: Aber ich weiß gar nicht genau wohin die sich überholen und was denn damit passiert dann.

00:11:16: Und das ist ja so die ganz ganz vorderste Spitze und arbeitet mit diesem mit diesem Megaleistung in der KI überhaupt irgendjemand.

00:11:24: Oder ist das alles irgendwie eine Riesenwette auf die Zukunft, dass derjenige, der am Ende die meisten Nvidia Chips in irgendeinem Rechenzentrum hat, dann irgendwann mal die Nase vor vorne haben wird.

00:11:33: Und wo ich dann irgendwann auszeige und ich bin echt relativ nah dran an dem Thema und interessiere mich echt dafür.

00:11:39: Aber.

00:11:40: Wobei denn die Nase fahren was ist denn das wobei man dann irgendwann das rennen mal gewinnt Und es gibt ja nicht weniger die sagen und achtung ist es keine anlage empfehlung was jetzt kommt das ist da gerade eine blase aufbaut die irgendwann auch mal mit einem großen plopp irgendwann in sich zusammen fällt.

00:11:57: keine ahnung ob das so ist.

00:11:58: jeder der geld in wo irgendwo investiert hat wird das klug gemacht haben und dass selber wissen.

00:12:02: Aber das sind so darin die hängen mich irgendwann ab.

00:12:05: selbst das interessierten zuschauer

00:12:07: Ja, also die Kreislaufwirtschaft, der beteiligt ist ganz witzig, da haben auch manche Tech-Analysten schon Videos darüber gemacht, also wie wer da bei wem kauft und um welche Bewertung aufrecht zu erhalten.

00:12:19: Also das ist so eine Ökonomie aus Microsoft, OpenAI, Nvidia und den ganzen anderen Protagonisten, der so im Kreis investiert ist, alle beieinander, dass die Umsätze und Zahlen stimmen im Vergleich zur Bewertung.

00:12:34: Aber ich glaube, da wird man jetzt schlau.

00:12:36: Ich glaube, das ist ein Eigenleben, das ist ein Riesenwetter, das ist ein unglaublicher Mittel unterwegs und das hat auch mit einer realen Wirtschaft, in dem es denn gar nichts mehr zu tun.

00:12:43: Aber irgendwann muss

00:12:44: Wertschöpfung entstehen.

00:12:46: Wenn da ganz viele Milliardenreife irgendwann muss irgendwo für ein Investor, weil irgendwo kommt das Geld ja her, das kommt ja von irgendwelchen Investoren, irgendwo ist ja reales Geld, was da reingesteckt wird und irgendwann muss Wertschöpfung entstehen.

00:12:59: Und das ist ja die spannende Frage, was ist die Wertschöpfung, die irgendwann entsteht.

00:13:02: Weißt du das bei uns, wenn immer Maschinen laufen und wir investieren weiter und weiter und weiter und alles, wenn irgendwann die Maschinen nicht mal was ausschmeißen, was wir verkaufen können, naja, dann sagt unser Gesellschafter irgendwann, das habt ihr eigentlich ganz toll gemacht, da haben wir null Euro damit verdient.

00:13:16: Und dann irgendwann wird ja jemand nervös.

00:13:18: Und das finde ich die spannende Frage.

00:13:19: Wann wird denn mal jemand nervös?

00:13:20: und man wackelt dieses Konstrukt der selbst erhaltenen Milliarden, die da drinstecken?

00:13:24: Errückte sind die automatisierten Investoren.

00:13:27: Wenn aus irgendeinem Grund mal so der BlackRock Algorithmus sagt, er will raus.

00:13:32: Und dann gehen auch so ein paar Staatsfonds raus, also für mich Japan und Norwegen und so.

00:13:36: Und die ziehen alle ihre Miedel ab, dann wird's da schon... Frostig in manchen Ecken.

00:13:41: Also das ist ja schon immer so gewesen, dass diese ganz großen Investoren, ja, da muss man echt aufpassen, dass da nicht Automatismen entstehen.

00:13:52: Aber jetzt stehen wir erst mal kurz vor Weihnachten.

00:13:54: Jetzt wird es höchstens draußen frostig und schön warm unter dem Baum.

00:13:57: Und ich würde sagen, wir verquatschen uns hier fast schon wieder philosophisch, wie wir das gerne tun, aber irgendwie trotzdem sehr spannende Themen.

00:14:04: Wollen wir rüber gehen?

00:14:04: zu unserem Gast?

00:14:06: Ja.

00:14:07: Der wird uns genau aus dieser Ecke berichten, wie das denn alles tatsächlich ist drüben über den großen Teich.

00:14:15: Bei denen, über die wir gerne reden, aber von denen wir manchmal gar nicht so viel wissen.

00:14:20: Das heißt, heute sind wir international?

00:14:23: Ja.

00:14:23: Ich freu mich, wir sehen uns drüben.

00:14:31: Ja, hallo.

00:14:33: Unser Gast ist da, der Frederik Herrmann.

00:14:37: Ich begrüße dich bei uns im Märchenland Mittelstand.

00:14:40: Ja, vielen Dank, dass ihr mich eingeladen habt.

00:14:41: Freu mich sehr, hier zu sein.

00:14:43: Natürlich haben wir eine Icebreaker-Frage, die du schon gehört hast wahrscheinlich.

00:14:49: Was ist denn für dich so märchenhaft am Mittelstand?

00:14:53: Vor allem, da du den Mittelstand aus Deutschland, der aus einer ganz anderen Perspektive wahrnimmst wie wir.

00:14:58: Wir stecken mittendrin und du schaust aus der Ferne zu.

00:15:01: Also den Mittelstand heutzutage kenne ich wahrscheinlich nicht mehr ganz so gut.

00:15:05: Ich bin schon vor zwanzig Jahren in die USA ausgewandert.

00:15:09: Aber meine Familie war ja stark im Mittelstand tätig und ich habe das immer als Rückgrat der Industrie gesehen und das mag das auch.

00:15:22: Und das, was in Deutschland ja sehr verbreitet ist und wichtig ist, den Mittelstand auch aufrechtzuerhalten.

00:15:32: Und das Kapital zu bieten, dass die meisten Menschen leben können.

00:15:38: Und auch den Ursprung zu bieten für neue Ideen, die dann vielleicht viel größer werden könnten.

00:15:43: Hallo auch von meiner Seite, lieber Frederik.

00:15:45: Schön, dass du bei uns bist.

00:15:47: Erzähl mal so ein bisschen was über dich.

00:15:49: Seit zwanzig Jahren bist du in den Ursprung.

00:15:51: Was machst du da?

00:15:52: Und warum bist du da?

00:15:55: Also ich habe vor über zwanzig Jahren in Karlsruhe auch studiert.

00:16:00: Daher kenne ich den Michael auch.

00:16:02: Und bin dann erstmal nach Berlin und Wien gezogen, mit meinen ersten zwei Jobs.

00:16:09: Es hat mich da in die Agenturwelt erstmal gezogen, eine Werbeagentur, die sich auf virales Marketing spezialisiert hat.

00:16:17: Und dann hat einer unserer Kunden mich abgeworben und ich bin nach Wien gezogen, um einem sehr jungen Voice Over IP Skype-Konkurrenten-Startup beizutreten.

00:16:30: Und innerhalb von einem Jahr haben wir dann ja Investment bekommen von Sequoia Capital, einer der großen Venture-Kapitalfirmen hier in den USA, speziell hier am Silicon Valley.

00:16:43: Wir haben damals in Apple, HP und so weiter auch investiert und Google.

00:16:48: Und die waren dann auch unsere Investoren.

00:16:51: Es war ihr erstes Investment in ein europäisches Startup.

00:16:55: Wir waren damals noch sehr klein, also weniger als zwanzig Leute.

00:16:58: Hatten aber ein tolles Produkt.

00:17:00: Und die glaubten daran.

00:17:03: Und dann hatten die beiden Gründer mich gefragt, ob ich Lust hätte, unser Büro hier in den USA aufzumachen.

00:17:08: Und für mich als, ja, Jungzwanziger, hab ich gesagt, na klar, warum nicht?

00:17:14: Und hab meinen Koffer gepackt.

00:17:16: Und ich glaub, eine Woche später war ich hier in San Francisco.

00:17:20: Und Sequoia Capital hat auch einen Inkubator.

00:17:26: Büro bei denen.

00:17:28: da haben auch sehr sehr gebrinn und larry page angefangen also die beiden google gründer und Da wurden wir erst mal untergebracht für einen monat und in der zeit haben wir uns noch ein neues Büro hier gesucht und das war mein start in den usa und dann wusste ich auch gar nicht wie lange ich wirklich hier bleiben werde und war dem auch sehr sehr offen und bin nie wieder zurückgekehrt, außer zu den Besuchen der Familie und Freunden und Verwandten.

00:17:59: Aber ich lebe seit ja zwanzig Jahren hier in den USA, die ganze Zeit hier im Silicon Valley, im Herzen des Silicon Valley.

00:18:05: Also ich lebe in Mountain View.

00:18:06: Das ist auch da, wo die Google Headquarters sind.

00:18:09: Und das Klima ist fantastisch hier.

00:18:13: Das kalifornische Wetter ist T-Shirt-Wetter zehn Monate im Jahr.

00:18:18: Was

00:18:18: war das für ein Runderei?

00:18:20: Es sei jetzt bei uns am neunten Dezember in Deutschland.

00:18:22: Ja,

00:18:23: genau.

00:18:23: Das

00:18:24: war gleich Absicht.

00:18:26: Ja, heute sind es, ja, siebzehn Grad.

00:18:30: Wir haben ja heute auch fast, also Klimawandel ist grüßend.

00:18:34: Auf jeden Fall war es heute ziemlich warm.

00:18:37: Du bist jetzt eine Persönlichkeit, die tatsächlich ja das gemacht oder lebt hat oder immer noch macht.

00:18:45: wovon viele ja sich so Vorstellungen machen.

00:18:48: Also man hört ja immer die großen Namen und die großen Firmen.

00:18:51: und jeden zweiten jungen Mann, den ich da inzwischen trefft, der wird ja sich eine Hand abschneiden, dafür eigentlich so in deine Fußstapfen zu treten, wie du das gemacht hast, also mit knapp über zwanzig einfach mal in den Flieger steigen, nur da dort bleiben und gerade noch in dem Top-Level-Umfeld, was damals ja auch noch ... ... am Aufsteigen war.

00:19:12: Ja, also das war ja gerade die große Dynamik.

00:19:16: Die Zeit wird es wohl jetzt auch für junge Leute nicht mehr so geben.

00:19:19: Aber wie fühlt sich das an im Vergleich zu Deutschland?

00:19:23: Also du hast ja das noch mitgemacht, du warst ja auch T-Systems unterwegs.

00:19:29: Also dieses Gefühl aus Deutschland kommen, wie man sich so eine Karriere vorstellt.

00:19:33: Also man hat ja Vorstellungen.

00:19:34: Du warst ja auch hier ... sag mal sozialisiert.

00:19:38: Also man hat so gewisse Vorstellungen, wie sich das entwickeln wird und wie das hier so läuft und familiär und verwandtschaftt.

00:19:45: Und dann kommt man darüber und dann geht's los.

00:19:48: Also und was ist dann eigentlich der Kulturschock?

00:19:51: oder was ist besser?

00:19:53: Hast du da eine Zusammenfassung für uns mal, so ein Gefühl?

00:19:57: Ja, also der der Kulturschock vom täglichen Leben her war nicht so groß, wie ich es erwartet hätte.

00:20:06: Der Kulturschock im Bezug auf die Einstellung, auf Geschäft und wie man arbeitet und wo man arbeitet und wie lange man bei einer Firma bleibt, ist sehr anders.

00:20:18: zudem, wie wir das in Deutschland kennen.

00:20:22: Und dass jemand für zehn Jahre, zwanzig Jahre, dreißig Jahre, vierzig Jahre für die gleiche Firma arbeitet, findet man hier.

00:20:33: praktisch undenkbar.

00:20:35: Also speziell natürlich in der Start-up-Welt, in der sich alles viel schneller bewegt, ist das ganz anders.

00:20:42: Also das längste Zeit, die ich bei einer Firma war, war die erste Firma, mit der ich erheblich gekommen bin.

00:20:50: Von Gründung bis Aufkauf von Telefonica O-Tour waren es genau vier Jahre.

00:20:56: Und alle späteren Firmen, wenn die so eine gewisse Größe erreicht haben, wird es mir dann auch ein bisschen langweilig.

00:21:03: Also ich finde die anfänglichen Schritte spannender.

00:21:09: Also normalerweise ist meine Tenure da nur so zwei Jahre oder sowas.

00:21:14: Und dann wechselt man wieder zu was Anderem, was vielleicht spannender ist oder ja vom Team her interessanter, von der Idee her interessanter und manchmal auch eine ganz andere Industrie.

00:21:25: Und das ist natürlich schon ja ein großer Unterschied zu dem, was man sich als Karriere in Deutschland damals vorstellt, wenn man irgendwie zwanzig Jahre lang bei Siemens arbeitet oder sein ganzes Leben lang.

00:21:37: Und das ist eine ganz andere, ganz andere Einstellung.

00:21:41: Kulturschock.

00:21:43: Also wir können gleich noch auf die Einstellung, was Venture-Kapital angeht und so weiter sprechen.

00:21:51: Aber das tägliche Leben hier, du hast Menschen aus der ganzen Welt.

00:21:57: Tolle, interessante, abenteuerfreudige Menschen aus der ganzen Welt, die hier zusammenkommen.

00:22:03: Das heißt, du hast auch die Küche der ganzen Länder, die hierher kommen aus allen Teilen der Welt.

00:22:10: Also es gibt hier bestimmt auch zehn deutsche Restaurants.

00:22:14: Wir haben, glaube ich, über sechzigtausend Deutsche hier im Silicon Valley.

00:22:18: Also ich kann immer noch meinen Schnitzel und so weiter finden hier.

00:22:24: Und wir haben sogar, am Samstag ist mein Geburtstag und da haben wir den deutschen Weihnachtsmarkt hier in Mountain View.

00:22:30: Also ich muss nicht alles, ich muss nicht alles vermissen.

00:22:34: Den Glühwein gibt's hier auch.

00:22:36: Ja, hätte der Ingoys nicht gewonnen, könnten wir ja rüberfliegen.

00:22:38: Also so ist... Also in Gold.

00:22:41: Könnten schon irgendwie, genau.

00:22:42: Lass mal ganz kurz nachfangen.

00:22:43: Wenn ich bei uns einen Lebenslauf auf den Tisch kriege und da wechselt jemand alle zwei Jahre,

00:22:50: dann hat das

00:22:50: ja bei uns irgendwie fast schon was bedenkliches.

00:22:53: Hat er das nicht geschafft?

00:22:54: Oder warum ist denn der da wieder weg?

00:22:55: Oder ist der nicht zuverlässig?

00:22:58: Das schwingt ja ganz viel mit, wenn ich das will.

00:23:00: Wenn ich jemand in deinem Alter irgendwie so durchschütze dich auf Ende vierzig vermutlich.

00:23:06: Wenn du ungefähr in mich als Alter bist.

00:23:09: Wenn ich jemanden habe mit sehr vielen Stationen schon immer einen kurzen Taktung, dann hat das in Deutschland schon was negativ behaftetes.

00:23:19: Was ist denn das dann anders?

00:23:20: Ist das dann genau umgekehrt?

00:23:22: Wenn jemand zehn Jahre im Unternehmen ist, dann hat der nichts anderes gefunden, dann ist der da irgendwie festgeklebt.

00:23:28: oder was ist der Unterschied in der Einstellung

00:23:30: dazu?

00:23:32: Also ich glaube, das ist eine ganz fundamentale andere Einstellung.

00:23:38: Also wenn ich jemanden sehe, der zehn Jahre oder zwölf Jahre oder fünfzehn Jahre im gleichen Unternehmen war, dann habe ich das Gefühl, dass der überhaupt keine Karrierewartungen hat und einfach das Stecken geblieben ist und einfach jeden Tag in sein kleines Budenbüro geht und seine Arbeit macht, den Kopf runterhält und einfach nur schaut, dass er da ja nicht gesehen wird.

00:24:00: Und also das ist ja fundamental anders hier.

00:24:06: Also natürlich hat das noch auch damit zu tun, dass ich ja in dem Startup-Environment selbst drin lebe.

00:24:12: Das heißt, einige der Firmen, bei denen ich dabei war, die Freunde von mir gegründet haben, haben es dann auch nach einem Jahr oder eineinhalb Jahren nicht wirklich geschafft, die Reife zu entwickeln, die es braucht, um ein erfolgreiches Startup zu sein, weil natürlich nicht jedes Startup erfolgreich sein kann.

00:24:30: Das heißt, ich hatte auch Startups bei die... Also teilweise die, die am meisten Spaß gemacht haben mit den besten Leuten, wo wir nicht die Gewinne reinbringen konnten, die der Investor sehen wollte.

00:24:45: Und dann hat der Investor einfach gesagt, ne, ich ziehe jetzt mein restliches Geld raus und ihr könnt die Bude zumachen.

00:24:52: Und dann macht man wieder was anderes.

00:24:54: Und das ist natürlich auch die Einstellung, dass das vielleicht in Deutschland als etwas gesehen wird.

00:25:03: als Negatives gesehen wird, auch wenn man wiederholter Gründer ist und vielleicht schon zwei Start-ups in den Sand gesetzt hat und dann aber erst im dritten wirklich erfolgreich ist.

00:25:16: Und es gibt ja so eine Philosophie auch, dass man von seinen Fehlern oft mehr lernt als von seinen Erfolgen.

00:25:25: Also, dass die mehr wehtun und dass man dann die mehr und besser vermeidet danach.

00:25:32: Und daher ist es so, dass wenn jemand hier im zweiten, dritten, vierten Anlauf dann das nächste Spotify oder Square Space oder was auch immer gründet, dass hier vollkommen okay ist und die dann auch kein Problem haben, Venture Capital aufzustellen.

00:25:53: Also da werden jetzt auch Varianten von Start-ups nicht damit konfrontiert oder niedergebügelt zu sagen, ja sowas gibt es ja schon, sowas brauchen wir nicht, sondern da hat dann, wenn da eine Variante drin ist, die ganz spannend ist, bekommen die dann trotzdem Investoren und eine Chance.

00:26:10: Also es wird dann nicht so gleich niedergemäht.

00:26:15: Es kommt natürlich darauf an, die Venture Capitao, die Investoren sind natürlich daran interessiert, so viel wie möglich den, das, was sie in das Geschäft investiert haben, im Vielfachen wieder zurückzubekommen.

00:26:32: Das heißt, es muss eine große Möglichkeit geben.

00:26:38: Und ich glaube, die ist schon relativ realistisch.

00:26:43: einsehen können, Ob jetzt eine Idee komplett, also Google hat es fünf, sechs Mal versucht, ein eigenes Social Network aufzubauen.

00:26:54: Die haben alle alles Geld der Welt und die besten Teams und die haben es nicht geschafft.

00:26:59: Also wenn jetzt jemand ankommt und sagt, ja, ich mach jetzt einfach ein neues Facebook oder neues Twitter morgen, dann ist das vielleicht nicht die erste Idee, in die jemand investiert.

00:27:13: Aber, und du hast einen Grafik- und kreativen Hintergrund auch, ich hätte nie gedacht, dass Photoshop in irgendeiner Form seinen Platz verlieren könnte.

00:27:25: Aber in den letzten drei Startups, in denen ich gearbeitet hat, hat Figma alles übernommen.

00:27:30: Und ich hätte mir das in meiner Lebenszeit nicht vorstellen können.

00:27:35: Aber ein kleines Startup in einem Browser-Environment hat es geschafft.

00:27:41: Also ich habe keinen meiner Designer, die sind natürlich alles im digitalen Bereich oder Webbereich, aber bis zu Print haben wir keine Adobe-Lizenzen mehr.

00:27:54: Also das ist, ja, hätte ich nicht gedacht, dass das, dass das angreifbar wäre.

00:27:59: Aber sowas sieht man dann doch immer wieder, dass selbst die großen Firmen, die schon lange da waren.

00:28:06: Und das sieht man hier auch, speziell im Silicon Valley, also die ganzen großen Firmen Sun Microsystems oder sowas, der ganze Campus.

00:28:13: Das ist heute der Facebook Campus.

00:28:16: Und die ganzen Firmen gibt es hier nicht mehr.

00:28:20: Also diese großen

00:28:21: umweltschonenden, ja,

00:28:22: gibt es schon, ja.

00:28:23: Absolut.

00:28:25: Lass uns aber ganz kurz auf den Blick.

00:28:27: Du kennst ja nur beide Welten, denn auch die europäische und die amerikanische.

00:28:31: Da ist ja gerade auch politisch und in der Kommunikation eine Menge los zwischen unseren Kontinenten.

00:28:39: Wie ist da gerade der Blick von den USA auf Europa oder speziell auf Deutschland?

00:28:45: Wir haben es vorhin schon mal gesagt, Politik wollen wir so ein bisschen auslassen hier.

00:28:49: Ganz vorbei kommt man nicht dran, wenn man im Moment auch über Business redet.

00:28:55: Welchen Blick hat die Welt gerade, die amerikanische Welt auf Europa?

00:28:59: Ist der so negativ, wie wir ihn gerade wahrnehmen?

00:29:04: Also so wie ich den wahrnehme nicht.

00:29:07: und das Silicon Valley ist sehr, oder ich sehe es relativ unpolitisch und Politik spielt auch in den Entscheidungen, die wir treffen auf einer täglichen Basis kaum eine Rolle.

00:29:22: Und die Einstellungen generell der Amerikaner gegenüber Deutschen sind unsere, ja, das, was man als traditionelle Deutsche, also die Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, hart arbeitend und so weiter, das wird hier schon geschätzt.

00:29:40: Und so sieht man Deutschland auch, als das europäische Powerhouse, dass die da... Ja, die Industrie vorwärts bringt und auch Innovation bringt.

00:29:51: und also das keine negative Einstellung, dass, dass die, dass die Einige Politiker in Washington selbst vielleicht diese Amerika zuerst.

00:30:07: Einstellungen haben das existiert, aber hat keinen so großen Einfluss auf uns hier und unsere geschäftlichen Entscheidungen im Silicon Valley.

00:30:19: Die Frage, die ich mir immer stelle, also ich habe mir aus dem Umfeld auch das Wahlkampf dieses Small- und Mittel-Businesses, was ich jetzt nicht verstanden habe, ist jetzt... wie die sich verhalten in der ganzen Wirtschaftslage, also in dieser sehr dynamischen Wirtschaftslage.

00:30:36: Und gerade in diesem kalifornischen Starterumfeld ist ja auch nochmal sehr, sehr viel Geld unterwegs und schnell auch vorbei.

00:30:45: Gibt es einen Mittelstand vergleichbar zum deutschen Mittelstand oder sind es ganz andere Verhältnisse?

00:30:53: Ist er dann auch innovativ oder findet Innovation nur in diesen jungen dynamischen Start-ups statt.

00:30:59: oder wie läuft es da?

00:31:00: Weil von denen hört man eigentlich gar nichts bei uns.

00:31:03: Also ich glaube auch, dass das, dass die Wahrnehmung da korrekt ist, dass es kaum einen großen Mittelstand hier gibt.

00:31:12: Also die in den Letzten, wahrscheinlich zwanzig bis dreißig Jahren, hat sich so viel hier konsolidiert, und du hast es ja auch schon angesprochen mit dem Geld, dass die großen Firmen riesige Monopole, Fleischverarbeiter oder sowas, wie Cargill oder Tyson, die haben alle anderen aufgekauft und daher gibt es dann keine hundert Konkurrenten mehr, sondern nur noch zwei oder drei.

00:31:41: in den ganzen USA, die alle anderen kleinen Firmen aufgekauft haben und kontrollieren.

00:31:48: Und daher ist der Mittelspand, glaube ich, kaum sichtbar.

00:31:53: Und das andere Ende sind dann eben die innovativen, jungen Startups, die man hier aus dem Silicon Valley kennt.

00:32:00: Aber der Mittelstand selbst schrumpft, glaube ich, mehr und mehr und mehr, weil eben diese Monopole generiert werden.

00:32:09: Von diesen riesengroßen Firmen, Bevmo oder was auch immer, die alle anderen kleinen Brands und Firmen und Geschäfte aufsaugen.

00:32:21: Und ich hab das selbst hier gesehen, da war eine ganz tolle kleine Bäckerei-Kette.

00:32:25: Die hatten dann nach zwei, drei Jahren, sieben Filialen, also klassischer Mittelstand, ganz tolle Produkte.

00:32:33: und Starbucks hat diese fort aufgekauft und hat alle ihre Produkte zugrunde gemacht, hat irgendwie so gefrorene Croissants aus Seattle eingeflogen und innerhalb von einem Jahr war das komplette Ja, Image und das für diese kleine Bäckereienfirma gestanden hat komplett kaputt, aber war dann Starbucks owned.

00:32:59: Okay, eigentlich auch noch ein Vorteil, denn Europa hat, weil hier hat es sehr viel Mittel stand.

00:33:05: In jeder Kreisstadt hat so diesen... Sagen wir mal den Local Hero und alle arbeiten da ja im Kleinen an Innovationen.

00:33:13: Also da wird ja auch eine Wirtschaft ärmer, wenn es nur noch ein paar gibt,

00:33:17: die dann natürlich mit

00:33:18: Innovationen, gerade auch mit R.I.

00:33:22: jetzt.

00:33:23: ... die haben halt ein riesige Hebel, das ist ja logisch.

00:33:26: Also wenn ich jetzt, ... ... es ist ein Unterschied, ob ich jetzt eine kleine Lagerhalle ... ... digitalisiere oder ob ich irgendwie ... ... umfünfundzwanzig riesige Warehouses ... ... voll digitalisiere, ... ... in der breiten Fläche kommt da nichts an, ... ... da kann ich dann durchaus schon den Fust verstehen, ... ... der da auch um sich greift, ... ... also wenn man dann in der Breite gar keine ... ... Innovation oder Entwicklung mehr wahrnehmen kann.

00:33:49: Ja, das kann ... ... die Folge davon sein, dass die ... ... Zentralisierung ... ... und die weniger Konkurrenz ... ... dann die Innovation ... ... einschränkt, ... ... glaub ich auch.

00:34:04: Ich habe noch so eine Frage, ... ... weil der vorhin gesagt hat, ... ... so deutsche Tugende und die Deutschen ... ... sind als fleißig.

00:34:09: und so war genau ... ... wir fühlen hier ... In Teilen Diskussion, wir müssen wieder mehr arbeiten, wir müssen uns mehr anstrengen und wir müssen wieder produktiver werden.

00:34:17: und mit Work-Life Balance und vier Tage Woche kommen wir nicht weit.

00:34:21: Große öffentliche Diskussion.

00:34:22: Wie viel arbeitet ihr?

00:34:23: Wie viel arbeitest du?

00:34:24: Wie viele Stunden arbeitest du in der Woche?

00:34:25: Wie viele deine Kollegen?

00:34:28: Wie viel Zeit investierst du in deinen Job?

00:34:31: Komisch und lustig, dass du genau danach fragst.

00:34:34: In den letzten, glaube ich, sechs bis acht Monaten hat sich hier am Silicon Valley eine neue chinesische Tugend wieder verbreitet.

00:34:45: Die nennt sich nine nine six oder neun neun sechs.

00:34:50: Und es geht darum, von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends jeden Tag sechs Tage die Woche zwölf Stunden zu arbeiten.

00:34:58: Das heißt, wir arbeiten locker über über seventy zwei Stunden pro Woche.

00:35:10: Und das ist aber auch allgemein akzeptiert.

00:35:13: Das heißt, da kommt keiner auf Achtsamkeit und die Work-Live-Balance.

00:35:17: Und ich muss auch auf mich aufpassen, dass ich genug schlafe und meine Supplements nehme und immer gesund bin und auf mich aufpassen.

00:35:24: Die sind dieser ganze Trend, also in denen leben wir relativ stark.

00:35:28: Also Achtsamkeit und pass auf dich auf und man kann das.

00:35:32: ein virales Video, wo einer aus der Gen Z irgendwie so rumrannte und nach einem Arbeitstag, nach einem acht Stunden Arbeitstag, völlig aufgelöst war und das gepostet hat.

00:35:42: Das kann doch wohl nicht wahr sein.

00:35:44: Dass man wirklich jeden Tag acht Stunden arbeiten soll.

00:35:47: Wo bleibt denn da das Leben?

00:35:48: Dann habe ich ja nur noch ein paar Stunden, wo an dem mein Leben stattfindet.

00:35:52: Ja.

00:35:53: Zaubert dir ein Schmunzeln ins Gesicht.

00:35:56: Zaubert mir ein Schmunzeln ins Gesicht, absolut.

00:35:59: Ja, mach mal zwölf Stunden jeden Tag, sechs Tage die Woche.

00:36:04: Und dann ... Nee, also das ist wirklich hier schon so, also die nennen das hier Hustlecoucher.

00:36:10: Das ist nicht überall so, also die meisten Start-ups haben auch eine normale, wir nennen das Nine to Five, also neun Uhr morgens, bis fünf Uhr Nachmittags, Arbeitsstunden, acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche.

00:36:25: Aber diese Hustlecoucher hat sich jetzt hier wieder fortgesetzt und ist bei uns auch in dem Start-up, in dem ich jetzt hier vor Kurzem beigetreten, wenn auch der Fall.

00:36:38: Und das wird von allen so akzeptiert.

00:36:43: Und das ist Teil davon, die diese jungen Ideen eben so schnell wie möglich auch vorwärts zu bringen.

00:36:49: Also so richtig, richtig, richtig reinzuhauen.

00:36:52: Und deine Work-Life-Balance musst du dann in den paar Stunden außerhalb dessen regeln können.

00:37:01: Ja.

00:37:01: Respekt.

00:37:02: Also, wenn es ja Leichtigkeit und das erzählt, also es wiegt jetzt nicht so, wenn du jetzt kurz vom Nervenzusammenbruch wirst.

00:37:10: Also, man gewöhnt sich da auch dran, durch das Umfeld wahrscheinlich auch, oder?

00:37:14: Ja.

00:37:14: Also, wenn das um einem Rum nur stattfindet, das wird auch respektiert und vielleicht auch in sich gewährt, schätzt so eine Kultur, dann entsteht auch dann eine Gruppendynamik, oder?

00:37:25: Da ist eine Gruppendymnamik und du hast natürlich viel mit deinen Kollegen zu tun.

00:37:29: Und die Firmen versuchen dann schon dafür zu sorgen, dass es innerhalb des Büros so, so, ja... ... so positiv wie möglich ist.

00:37:38: Also dein ... ... Mittagessen und Arbeitessen ... ... wird bezahlt und geliefert ... ... und es gibt hier ein Fitnessstudio im Büro ... ... und so weiter.

00:37:50: Und ich bekomme auch meine ... ... acht Stunden Schlaf pro Nacht ... ... und sehe auch meine Tochter abends noch ... ... und kann auch Zeit mit ihr verbringen ... ... und kann sie morgens zur Schule bringen.

00:38:01: Also es ist schon alles noch möglich.

00:38:02: Aber es ist wirklich so, dass man ... dass alle, ja, dafür kämpfen, so die Idee, für die wir stehen, vorwärts zu bringen, mit so viel Einsatz wie möglich.

00:38:18: Und daher kommt das schon.

00:38:21: Und daher ist es auch nicht so, nicht so tragisch.

00:38:24: Also kann ich das auch mit einem Lächeln sagen.

00:38:28: Und wenn dir jetzt die, deine Veränderung mal so Review passieren lässt, dann... Siehst du die Mission inzwischen anders?

00:38:36: Also, was bist du als, wie sagt man, wir haben ja auch so einen gewissen Psycasmus in Deutschland, wenn man sagt, jetzt ist alles so kult-artig in Amerika, ja?

00:38:45: Ja.

00:38:45: Aber diese Branding-Kultur und dieses gewöhnt man sich das an irgendwann, dann auf mehr für so eine Mission zu brennen.

00:38:54: und wann hat sich das eingestellt bei dir, also von diesem europäischen dann rüber, brauchst du da eine Weile?

00:39:01: Und wie lang braucht es, bis man das so annimmt?

00:39:03: Also das fasziniert mich immer sehr.

00:39:06: Also vielleicht ist es auch mehr so eine Einstellungssache.

00:39:09: Also ich hatte das von Anfang an auch mit dem ersten Start-up schon.

00:39:13: Ich habe da so dran geglaubt, dass wir... die nächste Revolution in der Internet Voice Kommunikation sind.

00:39:20: Und wir hatten dann auch über hundertzwanzig Millionen Kunden und hatten Match.com, iHarmony, Yahoo Messenger, Microsoft Messenger, waren alles unsere Kunden.

00:39:30: Also wir hatten es wirklich geschafft, das auch zu machen, was wir uns vorgesetzt hatten.

00:39:36: Und auch da hatten wir schon mindestens zwölf Stunden am Tag gearbeitet, teilweise im Büro geschlafen in Wien und einfach, ja, das muss jetzt fertig werden.

00:39:45: Wir haben am Samstag oder am Montag den Launch und da müssen wir jetzt reinhauen und durchziehen.

00:39:52: Und das kam aber dann auch mit langen Kaffee-Nächten und Red Bulls und ja, Pizza geliefert zum Büro und so weiter und das war okay.

00:40:04: Und jeder Mitarbeiter hier hat immer einen Anteil, einen prozentualen Anteil an der Firma.

00:40:12: Das ist auch nochmal anders gegenüber Deutschland auch.

00:40:15: Also ich habe alle meine guten und besten Freunde sind nach wie vor in Deutschland.

00:40:21: Aber die hatten praktisch nie Anteile an der Firma.

00:40:24: Und wenn du natürlich alle Mitarbeiter einen prozentualen Anteil in der Firma haben und dann auch wissen, dass wir vielleicht die Firma in ein, zwei, drei, vier, fünf Jahren für hundert Millionen, zweihundert Millionen, eine halbe Milliarde, was auch immer zwei Milliarden verkaufen können und ein prozentualer Anteil so viel ist, ein halbes Prozent, ein Prozent, was auch immer.

00:40:49: dann kann man sich schon vorstellen, dass die Leute auch dafür arbeiten möchten und dafür reinhauen.

00:40:55: Und auch die eigene Einstellung dann ist, ja, ich bin Teil dieses Unternehmens, ich bin hier dabei, einer der ersten, zwanzig, dreißig Mitarbeiter, die diese Firma jemals hatte.

00:41:07: Und wir haben, das glaube ich auch ein bisschen anders, ich habe mir vorüberlegt, bevor wir uns hier den Podcast angefangen haben.

00:41:15: was denn auch noch ein anderer Unterschied ist und ich glaube, dass die Ideen hier oft ein bisschen größer angelegt sind von vornherein.

00:41:23: Also, dass jemand träumt schon, eine nächste Milliarde, mehrere Milliarde Firma zu machen und nicht nur ach, ich mach jetzt irgendwie Schrauben für das und das und das kann, wenn das gut läuft, macht das zehn Millionen im Jahr, sondern vielleicht ist das Denken hier ein bisschen größer, dass der adressbare markt größer ist dass die vision größer ist und dann natürlich dann auch der der apetit der investoren dass die sehen können okay das kann eine firma sein die das dieses ganze was es sich logistik ökosystem aufkrempelt und neu organisiert und daher ist die investition für das was später der das Ergebnis sein kann, so viel größer.

00:42:15: Ja,

00:42:16: also diese größere Denken, glaube ich, kommt dann auch, zieht die größeren Investitionen und das Risiko auch mit sich.

00:42:24: Vielleicht nochmal zum Vergleich.

00:42:26: Wir führen gerade auch eine relativ intensive Diskussion in der Gesellschaft über demografischen Wandel, über Veränderung der Altersstruktur.

00:42:36: In Deutschland war der Geburten stärkst, die Jahrgang aller Zeiten, das Jahr Das heißt, die sind jetzt alle Anfang sechzig und gehen in den nächsten paar Jahren irgendwann so nach und nach in die Alterszeit in hohe Stand.

00:42:48: Wie ist die Struktur im Silicon Valley?

00:42:50: Ich vermute mal Durchschnittsalter zweiundzwanzig.

00:42:55: Und alle brennen irgendwie vor Leidenschaft und vor Taten dran.

00:43:01: Welche Rolle spielt Altern in den USA, zumindest in dem Umfeld, in dem du dich bewegst?

00:43:07: Kann man mit?

00:43:09: Mit Mitte fünftig mit Anfang sechzig noch irgendwo mithalten oder oder gibt es so eine Kultur der ewigen Jugend?

00:43:15: und Alter?

00:43:16: ist irgendwann irgendwas was Erfahrung nicht wertgeschätzt wird oder vielleicht ganz anders.

00:43:22: Also ich glaube es beides existiert.

00:43:23: die diese die ewige Jugend ist natürlich ein.

00:43:29: Dieser eine Billionär hier der lebt auch hier im Silicon Valley der alles dafür tut das für immer zu leben.

00:43:35: das eine ein Beispiel davon.

00:43:38: Es ist schon so, dass die Älteren langsam rausgetrieben werden und von den sehr sehr jungen ersetzt werden.

00:43:48: Speziell heute mit AI auch.

00:43:51: Was man dann schon noch sieht, sind ja einige, die sich in den Führungspositionen dann halten, weil es braucht dann noch jemanden, der das irgendwie alles zusammenhält und diese ganzen jungen, zwanzigjährigen Mitarbeiter in eine Richtung führt, in eine Vision führt, wie man auch eine Firma führt und die Struktur reinbringt und Kultur reinbringt und so weiter.

00:44:18: Da können wir nach wie vor überleben und Wirkung bringen, dazu beitragen, dass die Firma erfolgreich ist und da sehe ich mich auch jetzt.

00:44:31: als auch in den nächsten zehn Jahren noch oder so.

00:44:35: Aber es ist schon so, dass der durchschnittliche Alter der Mitarbeiter sehr, sehr jung ist.

00:44:41: Also in meinem vorigen Start-up, als auch hier, viele meiner Kollegen sind ja jünger als meine Kinder.

00:44:51: Okay, ja, glaube ich.

00:44:53: Wie würdest du sagen, die ganze Welt schaut ja auf die KI-Player?

00:45:00: Aber wie nervös macht jetzt auch gerade das Welle diese Entwicklung, weil es ist ja auch so, dass da ja nicht alle unbelastet davon sind.

00:45:12: Also es findet ja da auch ein großer Wechsel statt.

00:45:16: Also es ist ja nicht so, dass... Nur USA, Start-up-Unternehmen gewinnen und alle Europäischen und sonst wo verlieren, sondern es ist auch intern ein Paradigmenwechsel.

00:45:28: Wie seht ihr das gerade so in diesem, ihr seid da mittendrin in dieser KI-Geschichte.

00:45:34: Was gehen so für Geschichten drum und wie nimmt man das wahr, wenn man da ganz nah dran ist?

00:45:39: Also hier ist im Moment die KI-Blase ist größer als sie jemals vorher war.

00:45:47: Alles ist hier KI.

00:45:49: Jede Firma, jedes Billboard, jede Werbung, alles ist KI.

00:45:57: Selbst wenn das Firmen waren, die vorher gar nicht KI waren, die haben jetzt irgendwie KI auf ihrer Webseite gemacht und sagen, sie sind jetzt KI.

00:46:05: Ich glaube, dass die Auswirkungen den meisten Menschen noch gar nicht wirklich bewusst ist und wir als Menschheit innerhalb der nächsten zehn Jahre ein ja ein Riesenproblem vor uns haben werden, was wir lösen müssen.

00:46:26: Und das sind Menschen, die ihre Jobs in den nächsten zehn Jahren verlieren werden wegen KI.

00:46:33: Und selbst die ganzen großen Tech-Unternehmen sind sehr, sehr daran interessiert, inklusive Google, inklusive Facebook, die haben interne Mandate, um zu schauen, Wie können wir denn mit KI wie viele Mitarbeiter in wie viele Jahren ersetzen?

00:46:50: Und das ist ganz, ganz real.

00:46:53: Amazon hat gerade angesagt, dass sie, glaube ich, aus fünfhunderttausend Leute, also es ist viele, viele Menschen, eigene Mitarbeiter, in den nächsten fünf Jahren oder so entlassen werden, speziell in ihren Wear, in ihren, wie nennt man, Warehouse.

00:47:07: Nehmen

00:47:07: wir bei uns auch so.

00:47:10: Okay.

00:47:13: in ihren Warenhäusern entlassen werden, um mit KI und Robotern ersetzt zu werden.

00:47:22: Und wir haben Waymo hier schon seit, glaube ich, zwei Jahren oder so was.

00:47:27: Das sind alles Autos, die ohne Fahrer uns von A nach B fahren in San Francisco, hier in Mountain View.

00:47:35: Und das sieht am Anfang komisch aus, wenn man sich in ein Auto setzt, das kein Fahrer hat, aber man gewöhnt sich da ziemlich schnell dran.

00:47:42: ist sicher einfach schnell.

00:47:44: Und ich glaube, da werden sind sich die meisten noch gar nicht bewusst, was für einen Rieseneinschnitt und Einbruch das auf die Gesellschaft haben wird, weil wir ja dann dafür sorgen müssen, dass all diese Menschen in irgendeiner Form versorgt sind.

00:48:00: Und ich glaube, dass wir die Ressourcen und das Geld eigentlich dafür haben, aber die das Gespräch noch gar nicht darüber stattfindet.

00:48:09: So

00:48:09: ein

00:48:10: bisschen ist das ja eher was, was mich für Deutschland, für

00:48:14: Europa

00:48:15: so ein bisschen beruhigt eher, weil wir werden ja demnächst nicht das Problem haben, dass wir viel zu viele Arbeitskräfte haben, sondern genau aus durch die alter demografische Entwicklung werden uns Millionen von Arbeitskräften im Markt fehlen und gerade die die Niedriglohnbereiche.

00:48:33: Ich glaube, wir brauchen ganz dringend eine Automation und der KI und wegfallende Arbeitsplätze, weil wir haben jetzt schon kaum noch Busfahrer, wir haben keine Bahnfahrer mehr, wir haben keine Straßenbahnfahrer mehr.

00:48:43: Wir haben ja das alles schon nicht mehr.

00:48:45: Deswegen fällt bei uns schon jede dritte Bahn aus, weil die Leute nicht mehr haben, die fahren.

00:48:49: Irgendwann fahren die von alleine.

00:48:50: Die spannende Frage ist ja... verlieren wir im gleichen Maße Job, wie wir auch Menschen aus dem Arbeitsmarkt verlieren.

00:48:57: Balanciert sich das so ein bisschen aus?

00:48:59: Oder ist der KI-Effekt zehnmal oder hundertmal stärker als der demografische Effekt?

00:49:04: Das ist ja die spannende Frage, wie viele gehen in den Arbeitsmarkt und wie viele Jobs werden denn wirklich ersetzt?

00:49:08: davon, um das auszubalancieren?

00:49:11: Das hat, glaube ich, noch keiner so richtig auf dem Schirm, was dann passiert, was

00:49:14: du sagst.

00:49:14: Und es ist auch schwierig vorauszusetzen, wie schnell diese KI-Evolution auch Einschnitte in wirklich tiefe, tiefe Einschnitte haben wird in die Arbeitswelt und so weiter.

00:49:28: Also wir sind, glaube ich, noch sehr am Anfang davon.

00:49:32: Aber also für Entwickler zum Beispiel ist es ja... Die, die gut sind, die können hier sehr, sehr viel Geld verdienen.

00:49:42: Aber viele Start-Junge-Leute haben es auch schwierig, Jobs zu finden, weil die sprechen hier von dem zehnfachen Entwickler, TenX Developer, der dann eben mit den KI-Tools so viel machen kann, wie jemand, der, wie wenn du vorher zehn Entwickler hättest.

00:50:00: Ja, das ist ein eigenes Team durch die Organisation, die aus sich selbst

00:50:05: konstruiert.

00:50:06: Mein Kollege hier, Kimbe, der setzt neben mir, der hat aus Spaß eine KI-Version von sich selbst kreiert.

00:50:15: Das ist ein eigenständiger Laptop, der selbst läuft und der gibt sich selbst Tasks oder Arbeiten an seine KI-Version von sich selbst und am Ende des Tages schaut er dann wieder, wie er selbst kam.

00:50:32: Der Haufen

00:50:32: sagt mehreren Monaten nicht bei der Arbeit und keiner hat es gemerkt, weil sein Job immer erledigt wurde.

00:50:38: Solange er sich nicht irgendwann fragt, wer bin ich heute?

00:50:41: Also, bin ich jetzt eher oder bin ich noch ich?

00:50:44: Also, irgendwann hat es dazu gespalten, Persönlichkeiten führen, da müssen wir aufpassen.

00:50:49: Oder zu selbstgesprächen.

00:50:51: Aber da ist das Welle ja auch gefährlich.

00:50:53: Es sind ja viele Tech Jobs.

00:50:55: Absolut.

00:50:57: Das ist ja schon prekär.

00:50:58: dann, wenn man sagt, wenn auch nur ein Drittel dann weniger gebraucht wird und technologisch ersetzt wird.

00:51:05: Das ist ja eher nicht der Installateur oder so, der mit der kleinen Hunter irgendwie in die Wand rein muss und irgendwie ein Schräubchen machen muss.

00:51:12: Also da brauchen die Roboter noch eine Weile, bis sie das können.

00:51:16: Also diese spezialisierten Maschinenbaugeschichten und handwerklichen Tätigkeiten, die sind ja da stabiler.

00:51:24: Also das Welle straft sich ja selbst irgendwie damit.

00:51:29: Ja,

00:51:29: glaube ich auch das.

00:51:31: Dass die Tech Jobs... schneller und einfacher ersetzt werden können als ein Maurer oder ein Klemmtner.

00:51:40: Absolut, also stimm ich hundertprozent damit ein.

00:51:44: Wo ich es zuerst gesehen habe, war bei den Schreibern und Textern, da haben dann also viele Startups, es geht immer darum irgendwie Content zu kreieren für deinen eigenen Blog und ein Newsletter und keine Ahnung was.

00:51:58: und Da war es dann so, dass die Geschäftsführer als erstes gefragt haben, wie viel, das kann doch auch eine KI schreiben.

00:52:06: Und dann hast du anstatt irgendwie einem Team von Textern, hast du dann nur noch einen.

00:52:12: und der sagt dann eben der KI, ich will irgendwie über diese die Themen schreiben und ehrlich gesagt sind die Artikel gar nicht so schlecht.

00:52:20: Und dann kann der eine Texte danach nochmal drübergehen, nochmal dafür sorgen, dass es irgendwie menschlich ist, dass keine Fehler drin sind, dass die richtigen Referenzen drin sind, dass der Aufbau Sinn macht und so weiter.

00:52:34: Aber da war das eines der ersten Dinge.

00:52:38: Und dann für mich, also ich bin im Marketing tätig, testen ist für uns immer ein großes... Teil der Arbeit.

00:52:47: das heißt du musst verschiedene kreative Texte oder visuals also Bilder oder Videos testen und Da gibt's mittlerweile ganz tolle Tools die der die der eben dann zehn zwanzig fünfzig hundert Varianten Für dich testen ohne dass du die alle manuell kreieren musst.

00:53:09: Aber das hat alles einschnitte in den in den Arbeitsmarkt auf jeden fall.

00:53:13: und ja vielleicht ist genau das wo der Mittelstand wieder erscheinen kann.

00:53:19: Und

00:53:20: es läuft ein bisschen die Zeit weg, aber was mich echt noch interessieren würde, ist so, wir sprachen ganz am Anfang mal so ein Mindset.

00:53:27: Und was ist denn der große Unterschied?

00:53:32: Sind die Amerikaner einfach mutiger oder ist Mut einfach was ganz Normales?

00:53:37: Also Mut heißt ja auch, ich überwinde die Angst vorm Scheitern.

00:53:44: Oder muss man gar nicht so mutig sein, weil mutig sein ganz normal in die normale Welt des Arbeitens reingehört?

00:53:53: Und bei uns muss man schon ganz schön mutig sein, um irgendwie meinen Risiko einzugehen.

00:53:56: Ist das einfach normaler?

00:53:58: Also ich glaube, zwei Dinge, glaube ich nicht, dass das alle Amerikaner sind, aber hier im Silicon Valley auf jeden Fall.

00:54:04: Und es ist aber eh so, dass, ja, glaube ich... nahezu die Hälfte der Gründe, selbst hier im Silicon Valley, nicht Amerikaner sind, also Ausländer sind und die hierhergezogen sind.

00:54:21: Das habe ich mich auch schon mal gefragt vor vielen Jahren.

00:54:24: Das ist so eine... Ja, the self-fulfilling prophecy.

00:54:28: Also es ist die Leute, die hier herkommen und sagen, ach, ich lasse jetzt alles zurück und sind ja schon mal die etwas abenteuerlustigeren, die Risikobereiteren.

00:54:41: Dann ist es so, dass das Kapital der Investoren auch darauf ausgelegt ist, Risiko zu unterstützen, weil es kaum möglich ist, vorherzusagen, ob jetzt die eine Idee oder die andere Idee wirklich die ist, die in zehn Jahren sich durchsetzt.

00:55:00: Und das heißt, die Investoren wissen auch, dass sie es vollkommen okay in zehn oder zwanzig Start-ups jeweils ein paar Millionen zu investieren.

00:55:10: Wenn nur eins davon erfolgreich wird, macht das für die Verluste der anderen zwanzig wahrscheinlich zehnmal wieder weg.

00:55:19: Also das ist Teil der der Evaluierung und oft investiert man auch in Menschen.

00:55:27: Also es gibt Leute, die diesen Geschäftsführer oder diesen Gründer Drive haben und dann auch was man hier eben als Pivot besagt machen kann, dass nach zwei Jahren man vielleicht sieht, ja, die Richtung war nicht die richtige.

00:55:47: ... aber wir können die ursprüngliche Idee nehmen ... ... und das jetzt auf eine andere Industrie anwenden ... ... und ein bisschen verändern das Produkt ... ... und dann immer noch erfolgreich sein.

00:55:57: Und ... ... und da wird das Risiko ... ... unterstützt, in Kauf genommen ... ... und ... ... ja, ich glaube schon, dass das eine andere ... ... andere Einstellung ist ... ... und dass dann eine ... ... Selbstselektierung schon stattfindet ... ... von den Menschen, die hier in ... hierher kommen, um eben genau das zu machen.

00:56:21: Und für mich ist es auch kein Problem, einem Startup zuzutreten, wo ich glaube, das ist eine super Idee und da können wir was draus machen.

00:56:31: Und wenn das nach zwei, zweieinhalb Jahren nicht funktioniert, also ich bin zum Beispiel bei Jawbone eingestiegen, die waren die ersten, die so Fitness Tracker und Smart Watches gemacht haben.

00:56:45: Und innerhalb von einem Jahr haben wir gesehen, dass das Fitbit an uns vorbeizieht, weil wir Probleme in der Führungsregion hatten.

00:56:58: Also die Führungskräfte nicht die richtigen Entscheidungen gemacht haben.

00:57:01: Und dann habe ich auch gesehen, das ist ein sinkendes Schiff.

00:57:04: Und ich kann woanders meine Arbeit besser investieren und habe gekündigt.

00:57:09: Also das ist dann auch okay.

00:57:10: Und das ist so eine... Balance, also du hast es ja am Anfang gesagt, dass du es eigentlich komisch findest, wenn jemand öfter den Job wechselt.

00:57:21: Aber hier ist das relativ normal und sehe ich nicht als negativ an, wenn jemand alle zwei, drei Jahre bei einer anderen Firma seinen Bestes gibt.

00:57:32: Also

00:57:33: du wirst dann auch von neuen Arbeitgebern oder Partnern oder wie auch immer die Konstellation sind.

00:57:38: Dann ist es die Story, die du mitbringst.

00:57:40: Also nicht der formale Lebenslauf, der da irgendwas beweist in einer langen Tätigkeit, sondern die Story, die du gelebt hast mit allen Höhen und Tiefen, die ist quasi dein Beweis deiner Tätigkeit, also wie gehst du auch mit Stress um und mit Verlusten und so.

00:57:57: Also das ist quasi die Heldenreise, ist mehr wert wie die formale Zugehörigkeit zu Englischen.

00:58:03: Firmen, die dann für sich sprechen sollen.

00:58:05: Also es ist ja so ein bisschen das deutsche Ding, das hast du einen großen Namen, ist das gleich der Beweis, dass du genauso gut bist wie der große Namen, aber es ist teilweise wenig Story dahinter.

00:58:14: Also was ist da tatsächlich passiert?

00:58:17: Also wenn man da nur an einem Schreibtisch sitzt, irgendwo im dritten Stock, hinten links und nicht zu, aber nur bei einem großen Unternehmen, das halt einen glorreichen Namen hat, angestellt ist, hat es ja eigentlich noch gar kein Beweis.

00:58:29: auch wenn es dann irgendwie vier, fünf Jahre hält.

00:58:32: Das finde ich dann in dieser Perspektive sehr interessant.

00:58:35: Ich habe es deutlich noch erlebt, dass eine Freundin der Personalleiterin mir erzählte, dass sie jemand nach zwanzig Jahren im Job noch nach seinem Abiturzeugnis gefragt hat, weil er das nicht mit eingereicht hat.

00:58:45: Das ist wahrscheinlich

00:58:47: ein absurder Gedanke in deiner Welt, irgendwie, dass man jemanden beurteilt nach einer schulischen Leistung von vor zwanzig Jahren.

00:58:53: Absolut.

00:58:54: Sogar mittlerweile ist es so, ja.

00:58:57: Wen interessiert es?

00:58:57: So weit?

00:58:58: Wen interessiert, wenn du deinen Job gut machen kannst und dazu zu dem Erfolg der Firma beitragen kannst, dann ist auch selbst deine Uni oder was auch immer vollkommen irrelevant.

00:59:12: Und das habe ich jetzt auch seit kurzem erst gesehen, dass diese großen College-Abschlüsse und Universitäten gar nicht mehr so hochgewertet werden.

00:59:24: Ah, ist das so, dass ich die...

00:59:26: Die Jails und Harvards dieser Welt verlieren ein bisschen an Glanz.

00:59:31: Ja, also gerade bei den jungen Start-ups, da ist das kein großes Kriterium mehr, dass man jetzt den großen Namen da drauf hat.

00:59:41: Und was ich natürlich auch persönlich ganz toll finde an dem Start-up-Environment, du hast so viel mehr Einsicht in aller Abläufe, du hast so viel mehr Impact.

00:59:56: Also deine Arbeit hat ja so viel mehr Gewicht innerhalb der Firma, dass das was ganz anderes ist, als wenn du einer von zwanzigtausend bist oder einer von zwanzig.

01:00:08: Deine alle Entscheidungen werden ja mit dem Geschäftsführer, der neben mir sitzt, zusammen werden wir Entscheidungen treffen können.

01:00:19: Und ja, die Transparenz, die man da hat in einem viel kleineren Unternehmen, ist so viel größer.

01:00:26: Man lernt so viel mehr, so viel schneller.

01:00:29: Mit so vielen Firmen habe ich so viele verschiedene Menschen, Tools, Werkzeuge, Kanäle kennengelernt, die ich wahrscheinlich so nie kennengelernt hätte, wenn ich jetzt die letzten zwanzig Jahre in einem Unternehmen verbracht hätte.

01:00:46: Ja, Frederik, die Zeit geht um.

01:00:48: Könnt noch Stunden plaudern?

01:00:49: Ja, ich auch.

01:00:50: Ich habe auch noch andere Ideen.

01:00:52: Und da wird Zug auf den Einfluss von KI und... Lass uns das... Wir verabreden

01:00:58: uns jetzt hier konkret für das nächste Jahr nochmal,

01:01:01: weil ich

01:01:02: finde, wir müssen das weiterführen.

01:01:04: Das ist so spannend.

01:01:05: Einfach dieser Austausch, auch mal mal den Blick von außen, aber auch von uns den Blick mal rüber und das mal zu spiegeln.

01:01:10: Lass uns verabreden, irgendwie für die erste Jahreshälfte.

01:01:12: Wir treffen uns hier nochmal wieder und wir laden dich gerne wieder ein.

01:01:16: Gerne.

01:01:16: Hat mich gefreut.

01:01:17: Was

01:01:17: ist jetzt deine Mission für das nächste halbe Jahr?

01:01:20: Kannst du noch ein bisschen Werbung machen, wo du gerade bist und was ihr jetzt so das nächste halbe Jahr fordert?

01:01:25: Ja.

01:01:26: Also ich leite das Marketing für ULIFI, das ist ulify.ai.

01:01:32: Und wir in den USA, wahrscheinlich anders als in Europa, ist dieser Bereich der medizinischen Rechnungen und wie Versicherungen Ja, berechnet werden sehr, sehr kompliziert.

01:01:48: und ja, wir machen das alles mit KI.

01:01:53: Also es geht darum, die Notizen der Ärzte einzulesen, dass es unstrukturierte Daten sind und daraus eben die richtigen Informationen herauszuziehen, um das richtig zu berechnen zu können, dass so das Ärzte für das für die Leistungen bezahlt werden, die sie wirklich leisten auch.

01:02:12: und korrekt bezahlt werden und dass die Versicherungen das nicht einfach so ablehnen können, was ein großes Problem hier ist.

01:02:19: Also, dreißig Prozent der Einreichungen von der Praxis werden von der Versicherung abgelehnt, weil die dann sagen, ach, das ist falsch beschrieben oder es ist zu viel oder was auch immer.

01:02:32: Also, wir helfen eben den Krankenhäusern und Praxen ihr Geld zu bekommen von den Versicherungen.

01:02:40: Okay.

01:02:41: Und es geht uns darum, ja, die Firma groß zu machen.

01:02:43: Absolut.

01:02:44: Okay.

01:02:45: Dankeschön.

01:02:46: Also du fängst jetzt an.

01:02:47: Wir gehen jetzt demnächst schlafen, vor allem auch der Income mit seinen Besucher.

01:02:53: Ja, ich habe noch elf Stunden Arbeit vor mir.

01:02:56: Ich habe

01:02:56: hoffentlich gleich elf Stunden Schlaf vor mir, bei uns ist es abends um acht.

01:02:59: Wie spätest du gerade?

01:03:01: Bei mir ist es elf Uhr morgens.

01:03:03: Elf Uhr morgens, okay.

01:03:04: Also,

01:03:05: Frédéric, vielen, vielen Dank.

01:03:07: Alles klar.

01:03:07: Ich auch LinkedIn, wenn man... da mehr mehr fahren will.

01:03:11: Natürlich.

01:03:12: Vielen Dank für die Einladung.

01:03:13: Hat mich sehr gefreut.

01:03:14: Super.

01:03:15: Vielen

01:03:15: Dank und Grüße ans andere Ende der Welt.

01:03:18: Ciao.

01:03:18: Vielen Dank.

01:03:19: Bis dann.

01:03:20: Tschüss.

01:03:25: Ja, sensationeller Einblick in eine andere Welt, ne?

01:03:29: Ja, also mega irgendwie auf der einen Seite mega inspirierend.

01:03:32: Eigentlich einfach mal cool.

01:03:34: Märchenland Ghost International.

01:03:35: Das finde ich erstmal cool, dass wir, dass wir im Silicon Valley angekommen sind.

01:03:41: Und ja, ein netter Typ, cooler Typ hatte viel zu erzählen.

01:03:46: Das ist ja immer so was, wenn man nach Amerika schaut, in Silicon Valley.

01:03:49: Das ist ja auf der einen Seite total inspirierend, weil man sagt, ey, das muss das für eine coole Szene sein, ein cooler Vibe, der da irgendwie herrscht.

01:04:00: Aber man darf ja auch nicht so tun, als wären wir auch so oder es könnten wir auch so sein.

01:04:03: Das ist einfach anders.

01:04:06: Wir müssen auch so sein, wie.

01:04:07: die ist einfach nicht so.

01:04:09: eine andere Kultur, andere Hintergrund, andere Gesetzgebung, andere Tarifbindung.

01:04:15: All das, was du in den Rahmenbedingungen und dem Mindset anders ist, muss man auch einfach mal so akzeptierend, dass Deutschland auch sehr, sehr erfolgreich ist, aber einfach auch mit dem etwas anderen Mindset.

01:04:25: Ja, also das sind ja auch die Alleinstellungsmerkmale.

01:04:28: Also, wie du in der Einleitung gesagt hast, dieses Schlechtreden.

01:04:35: Wir haben ja auch unsere bestimmten USPs, und die funktionieren ja auch in vielen Fällen, weltweit, wo man sagt, ja in dem Punkt sind halt Dinge aus Deutschland oder Europa anders, besser.

01:04:48: Manche Sachen sind schlechter, aber man kann Kulturen einfach nicht vergleichen.

01:04:54: Die entstehen über Jahrzehnte, vielleicht in den USA, sogar über die Jahrhunderte.

01:05:01: was ich sehr, sehr interessant fand in den Ausführungen war, der Punkt, dass nicht quasi, dass die Kultur ist vom Silicon Valley, sondern dort treffen sich alle die, die ein bestimmtes Mindset haben.

01:05:18: Das spricht auch für die, für das Engagement solche Hotspots in Deutschland zu erschaffen, also die Accelerator und die Labs und Alles, was es da so an Initiativen gibt, weil das macht dann schon Sinn, denn dort treffen sich eben die Menschen, die daran interessiert sind, so zu arbeiten, die diesen Zug haben.

01:05:45: Das heißt aber nicht, dass es flächendeckend ist und das hat er ja auch erläutert, dass bei ihnen das nicht flächendeckend der Fall ist, sondern der Mittelstand, das da echt schwer hat inzwischen.

01:05:56: Und dann ist das Blick schon ein bisschen verschoben, den man manchmal da hat, wenn man in die USA schaut.

01:06:03: Ich glaube, der Blick, in welchen Zeiten?

01:06:04: In Silicon Valley.

01:06:06: Das ist natürlich

01:06:07: eine Lupe auf Amerika in ein winzig kleines Ökosystem.

01:06:13: Und die USA selbst, das hat er immer wieder betont, ist natürlich nicht Silicon Valley.

01:06:18: Ich glaube, das ist der wichtige differenzierte Blick, den wir auf die USA haben müssen.

01:06:24: Aktuell herrscht ja wirklich eine miese Stimme und die USA ist nicht böse, das sind nicht unsere Feinde, die schätzen uns an vielen Stellen immer noch sehr, sondern das sind sehr pointierte, sehr einzelne Meinungen, die wir da hören, wie wir bekommen.

01:06:38: Und auch der Blick von den USA auf uns.

01:06:43: Wie positiv hat er das dargestellt?

01:06:45: Denn die Deutschen sind natürlich immer noch bekannt für ihre Pünktlichkeit fleißig, Hör- und Fleiß-Zucherlässigkeit.

01:06:51: Die sind sehr geschätzt, auch als Land, als Motor in Europa.

01:06:55: Da darf man, glaube ich, auch mal ein bisschen den Blick öffnen und wie wir das ganz am Anfang mal gesagt haben, diese Schwarzmalereien, wo uns sind sonst aktuell schon ein bisschen auf den Laufen.

01:07:06: Ja, ich fand auch interessant, wie er gesagt hat, so nebenbei.

01:07:11: Das ist eine Community dort von sechzigtausend Deutschen, wenn ich mich jetzt richtig erinnere.

01:07:16: Da habe ich gedacht, gut, das ist eine adäquate Mittelstadt, die wir einfach mal exportiert haben und die quasi diese Zentrale der Technologie, der Welt, Bevölkert, das darf man nicht unterschätzen.

01:07:31: Also müssen ja hier die Universitäten und die kleinen Entwicklerfirmen und diese ganzen, der ganze Ökosystem aus Techies hier in Deutschland.

01:07:42: Man kriegt das ja mit, wenn man, wenn man als die differenzierten gerade zu YouTube Videos von Spezialisten aus dem Umfeld teilweise, vom Chaos Computer Club oder irgendwelche Nerds, die sich da in bestimmte Themen arbeiten.

01:07:55: Die haben schon einen sehr, sehr tiefen Einblick.

01:07:57: Die machen sehr, sehr exzellente Reviews von Technologien bis in die Tiefe rein und üben da auch spezielle Kritik und auch Anregungen, wie man was besser machen könnte und wie der Technologien verglichen werden.

01:08:12: Da merkt man schon, dass hier diese Grundlagenforschung stark ist, wo genau hingeguckt wird.

01:08:18: Also nicht so dieses Show & Shine und alle Jubeln und das ist so dieser Hype, sondern die da ganz, ganz differenziert auch die Grenzen von vielen Technologien analysieren und Sicherheitsaspekte heraustellen und Datenschutz.

01:08:31: Und das fließt ja dann über Aufkäufe und auch über eben Personen, die dann rübergehen, dort in diese Community ein.

01:08:39: Also da darf man unseren Export nicht unterschätzen.

01:08:43: Stell dir vor, wir hätten vor diesen sechzigtausend echt hoch qualifizierten Techies die darum laufen.

01:08:48: Die Hälfte würde zurückkommen und würde für uns in Deutschland wieder in unserem Ökosystem weiterarbeiten und alles wissen wieder mit zurückbringen.

01:08:56: Weil wir exportieren eben auch eine ganze Kleinstadt oder eine wirklich große Stadt an echtem Know-how und an Wertschöpfung in die USA.

01:09:05: Das ist schon die Frage des Ökosystems.

01:09:07: Warum schaffen wir es denn nicht, diese hoch qualifizierten Leute auch bei uns zu halten?

01:09:13: und ihnen das Leben so attraktiv zu machen und die Szene so attraktiv zu machen.

01:09:17: Das mit dem Ökosystem, das hat mich nur beschäftigt.

01:09:20: Das passiert natürlich auch anders herum.

01:09:22: Auch Negativen meinst, das zieht sich ja gegenseitig an.

01:09:25: Und da haben wir, glaube ich, schon irgendwie was zu tun in Deutschland, dass wir insgesamt von der Stimmung her und von den Ökosystemen her so solche Anbedingungen schaffen, dass wir das ja auch... in der positiven Art und Weise haben.

01:09:38: Man merkt das ja auch.

01:09:39: Also ich würde jedem Raten aus dem Mittelstand sich in diesem Umfeld zu bewegen.

01:09:45: Also wenn man das im normalen Umfeld irgendwie vermisst.

01:09:51: Es gibt riesige Unterschiede zwischen Veranstaltungen.

01:09:54: Also man kann auf Veranstaltungen gehen, da trifft man dieses Mindset, das Klassische, also Kritiküben, Bewahren, erst mal kritisch anschauen.

01:10:08: Und dann kommen wir auf Veranstaltungen,

01:10:10: wo eben

01:10:10: viele Menschen sind, die wirklich was wollen und die Sachen in Frage stellen und neue Ideen mitbringen.

01:10:18: Und man merkt wirklich, wie die Energie auf solchen Veranstaltungen in einen reinfließt.

01:10:24: Also man kommt da glücklich heraus, wie man reingegangen ist, weil man denkt, Menschenskinder, die Idee war ja super.

01:10:30: Und die Aussage war sehr befruchtend.

01:10:33: Und man kommt dann wirklich mit so einem bunten Blumenstrauß im Kopf raus und denkt, also, wo fange ich jetzt an?

01:10:41: Und da muss man tatsächlich sagen, ja, es ist gut, wenn es so Räume gibt, wo man eben diese Menschen auch in Ruhe lässt.

01:10:48: und auch diese Gedanken und Welt sich zulässt.

01:10:51: Und klar muss man da immer von außen ein bisschen Geld reinwerfen und ich finde es auch.

01:10:55: gut, dass es viele, viele Sponsoren von Veranstaltungen gibt.

01:10:59: Das ist also, das schätzt sich sehr, sehr hoch.

01:11:01: Wir sind ja auch engagiert.

01:11:02: Und da denke ich, das ist die Keimzelle für viele Dinge, die braucht bei uns vielleicht ein bisschen länger, um zu blühen.

01:11:09: Aber wir haben diese Keimzellen.

01:11:11: Das darf man nicht unterschätzen und das wird oft übergebügelt mit alten Industrien, die natürlich zu kämpfen haben, weil sie nicht mehr wettbewerbsfähig sind.

01:11:19: Da wünsche ich mir mehr Fokus auf eben diese Sachen, die entstehen.

01:11:24: Das eine der schlechteste Laune Themen in Deutschland müssen wir schon mal ansprechen.

01:11:27: Dieses egel gestresst sein und von allem.

01:11:31: Und dieses Mental Load.

01:11:33: Mein Leben ist ein einziger Mental Load und so was.

01:11:36: Aber wenn der uns erzählt, er arbeitet sechs Tage in der Woche, zwölf Stunden.

01:11:41: Das möchte ich nicht, das brauche ich auch nicht.

01:11:43: Aber ob wir immer in unseren fünften, dreizeh sechsten, dreizehneinhalb Stunden, ob wir immer mit jeden Überstunden fützefüt zum Burnout und ich überspitze jetzt bewusst.

01:11:54: Aber wir haben ja das Gefühl, dass es nur noch Stress ist.

01:11:58: Alles ist das Leben.

01:11:59: Das ganz normale Leben ist Stress.

01:12:00: Und insbesondere jetzt fällt mir das wieder so auf, vor Weihnachten.

01:12:04: Wenn man ins Fernsehen schaut und jedes Interview, jedes Doku, zeigt nur gestresste Menschen von Weihnachten.

01:12:11: Dann denken wir, dann lasst es doch sein.

01:12:13: Dann hört doch auf, damit dein Kaufteil nicht so viele geschecken.

01:12:16: Dann kauft halt den, warum?

01:12:17: vier Wochen Ehrung.

01:12:18: Aber jede Gelegenheit zu nutzen, um auch gestresst zu sein.

01:12:22: Da frage ich mich schon mal nicht mal, wovon ist das?

01:12:24: Und wenn man dann mal darüber hört, dann ist eigentlich schon eine Erkenntnis und auch eine Wahrheit, die Fleißigen gewinnen das Rennen.

01:12:33: Es sind einfach die, die diese Ökosysteme schaffen, die die Strukturen schaffen, aber auch die, die einfach fleißiger sind.

01:12:40: Und das ist wahrscheinlich schon ein Thema, was wir in dem Modus diskutieren müssen.

01:12:43: Aber

01:12:43: wo dieses Mindset herkommt, das kann ich auch mal erklären.

01:12:48: wie man sich in den Jahren, in denen er dann ausgewandert ist, bewegt hat.

01:12:52: Also bei mir war das so.

01:12:55: Ich bin da um halb sechs aufgestanden.

01:12:57: Um sechs Uhr zehn oder fünfzehn fuhr der Zug nach Mannheim.

01:13:02: Dann ist man zur Uni gelaufen, weil es kürzer war wie die Bahn.

01:13:05: Und da hat man da voll Unterricht gehabt und kam dann irgendwie um teilweise sechzehn, siebzehn Uhr raus, dann wieder in den Regionalbahn, weil ICE war zu teuer.

01:13:15: Dann fährt man zurück.

01:13:16: kommt wieder in Karlsruhe an und dann habe ich noch in einer Bar gearbeitet, teilweise bis in zwei.

01:13:23: Also und dann noch die Studien arbeiten, da nachts am Rechner geschnitten und da hat ein Rendering teilweise vier Stunden gedauert und wenn man Pech hatte, da hatte man Blue Screen und konnte gerade nochmal anfangen.

01:13:33: Also das haben meine Eltern immer erzählt, wie sie das gar nicht verstanden haben, wie man überhaupt so arbeiten kann.

01:13:41: Also wenn man ihn dann in so einer Phase dann sich entschließt zu gehen und das einfach weiter durchzieht, dann ist man wie ein Leistungssportler, der halt auf dem Niveau weitermacht.

01:13:52: Also das ist auch eine Gewöhnung.

01:13:54: Also wenn man dann immer Marathon läuft, dann kann man auch mit fünfzig noch ein Marathon laufen.

01:14:00: Wenn man dann aber quasi in den üblichen Rhythmus kommt, dann gewöhnt man sich auch manche Muskeln ab.

01:14:06: Also ich arbeite jetzt nicht mehr nach zum zwei.

01:14:08: Also das ist die Kulturfrage.

01:14:10: Also in welche Kultur wächst man dann rein?

01:14:12: Und so eine Hochperformance-Kultur, wo Tag und Nacht gleich ist, ob es gesund ist, ist eine andere Frage.

01:14:19: Also klar geht es, wenn man das viele Jahre macht, auch irgendwann auf die Knochen.

01:14:22: Das ganz bestimmt so, obwohl der jetzt natürlich einen ganz zufriedenen Eindruck machte auch.

01:14:26: Also, seventy- zwei Stunden in einer Woche will ich nicht arbeiten und glaube ich, ist aber nicht richtig gut.

01:14:31: Das soziale Umfeld-Film, in dem Körper alles nicht so richtig gut.

01:14:33: Aber das ist dann dieser Flow, den man immer sucht.

01:14:36: Ich glaube, die haben dann ganz bestimmten Flow in dem Umfeld und ich weiß auch nicht, wie... wie intensiv da gearbeitet wird und wie das Arbeiten an sich ist.

01:14:44: Das haben wir jetzt nicht mehr erörtert, also wie das alles abläuft.

01:14:48: Es gibt ja Formalstunden, die man arbeitet und gibt ein Tagesablauf, wie das sich gestaltet.

01:14:54: Das sind ja auch nochmal zwei Stiefel.

01:14:55: Also

01:14:57: ich stehe weiter von dem Verdachten, vorhin von Friedrich Merz zu sein, aber dieser Ausbruch mit vier Tage Woche werden wir es nicht schaffen.

01:15:04: Das ist ja nicht so völlig verkehrt.

01:15:06: Die Leistung und das ist ja nur ein Symbol, das sind eine Metapher.

01:15:09: für eine Leistungsbereitschaft, die wir bringen müssen, weil wir sonst natürlich die Gesamtleistung als Volkswirtschaft verlieren.

01:15:16: Und das hat eben nicht nur mit einem ganz persönlichen Lebensstil dann zu tun, wo ich mit vielleicht ein bisschen mehr oder weniger leisten kann, sondern mit dem gesamten öffentlichen Leben, mit Infrastruktur, mit Schulen, mit Ärzten, mit Krankenhäusern, mit Feuerwehr und Polizei und all das, was halt öffentlich bezahlt wird.

01:15:32: Entweder insgesamt als Volkswirtschaft die Produktivität runterfahren.

01:15:36: Dann fährt eben auch die gesamte Skirmatur öffentliche Leben, die Produktivität, runter.

01:15:41: Das darf man ja nicht vergessen dabei.

01:15:42: Ja, ich denke halt, wo wir auch nicht vergleichbar sind, wo es ein bisschen hinkt, ist halt auch der verfügbare Pool an Menschen.

01:15:51: Ja, also wir dürfen nicht vergessen, dass eigentlich dieser kleinen Flecke Erde Deutschland immer noch irgendwie auf Platz drei, vier rangiert der Weltwirtschaft.

01:16:01: Ja, also hier wird ordentlich was er wirtschaftet.

01:16:03: Und auf der anderen Seite schrumpft der Menschen.

01:16:07: wir haben nicht, auch wenn es immer wieder in den Medien so kommuniziert wird, wir haben ja jetzt nicht den massenhaften zu Strom von günstigen Arbeitskräften, die die Masse der Arbeit erledigen.

01:16:20: Das ist ja gar nicht so.

01:16:21: Also im Verhältnis zu den Austritten in Richtung Rente ist es ja gar nicht so viel.

01:16:25: Also der Pool wird nicht größer, sondern auch mit zu zu kleiner.

01:16:28: Also und da hat man so bestimmte Phänomene, die wir jetzt nicht hier erörtern können.

01:16:33: Aber die Sache ist die.

01:16:34: Also viele einfache Arbeiten haben wir auch nicht.

01:16:36: diesen Pool, wie es jetzt zum Beispiel in Mexiko in USA ist, dass diese mexikanischen Immigranten diese ganzen Gartenarbeiten machen und Haushalts Arbeiten und Childcare und was alles da ausgelagert wird, dann eben diese Migrationsströme, das haben wir ja nicht.

01:16:53: Und dass dann diejenigen, die noch im Arbeitsleben sind, also die Arbeitszeit derart verringern können, diese Rechnung kann gar nicht aufgehen.

01:17:03: Was ist mit Lebenshaltungskosten und so, das ist nochmal ein anderes politisches Thema.

01:17:07: Aber rein die Rechnung von, was wird hier erwirtschaftet, also wie in welcher Geschwindigkeit läuft die Maschine und Wie viele Menschen haben wir zur Verfügung, da muss man gucken, dass die vier Tagewoche nicht realistisch ist.

01:17:21: Und wir können auch nicht alle Zeitzeitkräfte in Vollzeit umwandeln, das wird auch nicht gehen.

01:17:25: Also da stimmt schon.

01:17:27: Also wenn die Vollzeitkräfte dann auch noch reduzieren, dann wird es echt kritisch, also überhaupt mal mit den Basic arbeiten.

01:17:33: So,

01:17:34: jetzt ist es schwierig, die Politik rauszulassen bei dem Thema.

01:17:37: Das Klärmann war nicht

01:17:38: so ganz

01:17:38: hingekriegt, aber wir

01:17:39: werden

01:17:39: uns weiter in der Bemühung.

01:17:40: Es ist ja auch eine Verflechtung, die wir nicht läufeln können.

01:17:44: Michael, lass uns Schluss machen.

01:17:45: Ja,

01:17:45: also, wie immer, auf allen Plattformen, uns findet ihr auch LinkedIn, denn Dr.

01:17:50: Ingo Magra von mich, nämlich der Neukirchen, den Frédéric Herrmann, den findet ihr dort auch, wie schon erwähnt.

01:17:56: Und wir sind alle gern bereit, eure Fragen und Inspirationen anzunehmen.

01:18:00: Und Community ist immer gut.

01:18:01: Und wir freuen uns, wenn ihr uns folgt und unterstützt und teilt.

01:18:05: Bis dahin zum nächsten Mal beim Märchenland Mittelstand.

01:18:09: Alles Liebe, alles Gute euch.

01:18:10: Bis bald.

01:18:11: So,

01:18:24: halt, halt, halt, halt, halt.

01:18:25: So, jetzt sind wir fertig.

01:18:27: Ich trink jetzt mal auf Stop.

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